Tee

Cistustee – ein wirkungsvoller Erkältungstee

Cystus Pflanze
Bild von Capri23auto auf Pixabay

Cistustee (oder auch bekannt als Zistrosentee) ist bekannt für sein angeblich hohes antioxidative Potential und wird deshalb gerne zur Behandlung von Erkältungskrankheiten eingesetzt. Der Tee ist frei verkäuflich in Apotheken, Reformhäusern oder in Online-Shops erhältlich. Aufgebrüht kann er bei akuten Erkältungserscheinungen oder zur Vorbeugung getrunken werden. Sein angenehmer, leicht herb-aromatischer Geschmack lässt an einen Kräutertee erinnern und wird von den meisten Menschen recht angenehm empfunden.

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Inhaltsverzeichnis

Was ist Cistus?

Cistus ist der wissenschaftliche Name der Zistrose. Die Zistrose ist eine malvenartige Pflanze und gehört zur Familie der Zistrosengewächse. Sie wächst überwiegend im Mittelmeerraum und ist für ihre bemerkenswerten Heilwirkungen bekannt. Die graubehaarte Pflanze wurde bereits von den Griechen aufgrund ihrer angeblich antibakteriellen und antiviralen Wirkung geschätzt. Man hat sie damals schon zur Behandlung von Erkältungen verwendet. Überwiegend wurde sie jedoch zur Therapie von Hautkrankheiten eingesetzt.

Die altbekannte Heilpflanze ist auch heute noch sehr beliebt in der Naturheilkunde. Das aus der Zistrose gewonnene Öl und Aufgüsse von den Pflanzenblättern wird für unterschiedliche medizinische Zwecke genutzt. Man behandelt damit unter anderem Durchfall, Grippe- und Erkältungskrankheiten, Hautkrankheiten und Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Wie wirkt Cistustee?

Cistus enthält eine beachtliche Menge an Polyphenolen. Diese können angeblich verhindern, dass Viren an Körperzellen andocken können. Außerdem haben sie angeblich die Fähigkeit, freie Radikale zu neutralisieren. Diese nachgesagte, antioxidative Wirkung soll den Entgiftungsprozess im Körper fördern. Man spricht von einem sogenannten Detox-Effekt. Trinkt man regelmäßig Cistustee, sollen Schwermetalle und andere Giftstoffe schonend aus dem Körper ausgeleitet werden. Diese Wirkungen sind allerdings bis heute nicht vollends gesichert.

Außerdem konnte man in weiteren Studien beobachten, dass Symptome einer Grippe oder Erkältung unter der Verwendung von Cistustee zurückgehen. Die Forscher geht davon aus, dass der hohe Gehalt an Polyphenolen für diesen Effekt verantwortlich ist. In Studien konnten Forscher belegen, dass der polyphenolreicher Pflanzenextrakt CYSTUS502 eine Wirkung gegen Grippeviren in Zellkulturen zeigte.[1] Cistustee könnte daher prädestiniert zur Vorbeugung und zur Behandlung von Erkältungskrankheiten sein, auch wenn dies nicht gesichert ist. Er soll die Ausbreitung von Viren und Bakterien unterdrücken und so als natürliches Antibiotikum wirken können, so folgern manche Wissenschaftler. Dadurch könnte er Schutz vor Grippeerregern und anderen Viren bieten.

Schon bei ersten Anzeichen einer Erkältung sollte man mit der Einnahme des Cistustee beginnen. Mit etwas Glück kann die Erkältung innerhalb der ersten 48 Stunden abgewendet werden. Beginnt man zu spät mit der Behandlung, so dass die Erkältung dennoch ausbricht, könnte der Tee die Beschwerden trotzdem lindern und die Genesung beschleunigen, so zumindest kann man es aus Berichten von Konsumenten von Zistrosentee entnehmen.

Auch bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum könnte der Cistustee durch eine anti-entzündliche Wirkung Linderung der Beschwerden bewirken, so zumindest berichten Betroffene, die Cistustee bei Halsschmerzen genutzt haben. Dazu sollte mehrmals täglich eine Tasse des Tees getrunken werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, immer wieder mit dem Tee zu gurgeln. In einer Studie wurde die Wirkung von CYSTUS052 bei Patienten mit Infektionen der oberen Atemwege verglichen mit der des Grüntees. Jene Probanden, die mit CYSTUS behandelt wurden, konnten eine Abnahme der Symptome verzeichnen, während es bei der Behandlung mit grünem Tee zu einer weniger signifikanten Abnahme der Symptome kam.[2]

Äußerlich angewandt könnten Aufgüsse der Cistuspflanze bei Hautkrankheiten wie Akne, Schuppenflechte und Neurodermitis die Symptome abklingen lassen und den Juckreiz lindern.

Cistustee Zubereitung

Die Zubereitung von Cistustee ist denkbar einfach. Alles, was man dazu braucht ist Cistusteekraut und heißes Wasser. Am besten verwendet man Cistustee aus kontrolliert biologischem Anbau. Pro Liter benötigt man etwa 2 bis 3 Esslöffel Cistusteekraut und übergießt es mit kochendem Wasser. Je nach Geschmacksintensität lässt man den Aufguss für ca. 2 bis 5 Minuten ziehen. Getrunken wird der Tee entweder pur oder mit etwas Zitrone. Wer es lieber süß mag, kann ihn auch mit etwas Honig anreichern. Auch die Kombination mit Honig und Zitrone ist sehr schmackhaft.

Bei einer akuten Erkältung empfiehlt sich die Einnahme von zwei bis drei Tassen Cistustee täglich. Möchte man den Tee zur Prophylaxe in der Winter- oder Grippezeit nehmen, könnte eine Cistustee-Kur über einen Zeitraum von ca. einem Monat durchgeführt werden. Selbstverständlich kann der Tee aber auch einfach ganz sporadisch, nach Lust und Laune getrunken werden.

Fazit

Cistustee ist ein bemerkenswerter Erkältungstee, der scheinbar weitaus mehr kann, als nur Erkältungen zu kurieren. Er schmeckt gut, wirkt angeblich antientzündlich, antibakteriell und antiviral und ist ein idealer Begleiter während einer Detox-Kur, da er helfen soll, Schwermetalle und Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen. Außerdem hemmt er wohl die Vermehrung von Viren und unterstützt den Körper bei der Heilung von Hautproblemen. Wissenschaftlich konnten allerdings die meisten dieser Aussagen noch nicht endgültig gesichert werden.

Quellen:

[1]: Ehrhardt C et al., A polyphenol rich plant extract, CYSTUS052, exerts anti influenza virus activity in cell culture without toxic side effects or the tendency to induce viral resistance. Antiviral Res. Oktober 2007 (PMID: 17572513)

[2]: Kalus U et al., Effect of CYSTUS052 and green tea on subjective symptoms in patients with infection of the upper respiratory tract. Phytother Res. Januar 2010 (PMID: 19444821)

Christian Finke

Christian Finke

Christian Finke ist Redakteur bei Erkaeltungstee.com. Er ist selbstständiger Physiotherapeut und hat schon einige Jahre Erfahrung in der Erstellung von Artikeln im Themenbereich Medizin. Sein Fachgebiet ist insbesondere physische Gesundheit und Therapie.