Tee

Holunderblütentee bei Erkältung – Wirkung und Zubereitung

Holunderblüten am Baum
Bild von Capri23auto auf Pixabay

Holunder wird bereits seit dem Mittelalter bei Infektionen in den oberen Atemwegen angewendet. Aus den Blüten des Holunders können Sie sich bei einer Erkältung einen wunderbaren Tee brühen, dessen schleimlösende Wirkung von vielen Betroffenen geschätzt wird. Aber auch aus den Holunderbeeren lässt sich einiges herstellen, zum Beispiel den Holunderbeersaft.

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  • Zur Zubereitung 2 Teelöffer der Blüten mit 150ml siedendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen
  • Inhalt 500g

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Fakten über Holunderblüten

  • Inhaltsstoffe/Wirkstoffe: Flavonoide, ätherische Öle und Chlorogensäure, Anthocyane und Triterperne, Vitaminen und Mineralstoffen
  • Wirkung: Dem Holunderblütentee wird eine schweißtreibende, schleimlösende, harntreibende und abführende Wirkung zugeschrieben. Außerdem soll er bei fiebrigen Erkältungskrankheiten helfen und den Stoffwechsel anregen, auch wenn dies alles nicht wissenschaftlich gesichert ist.
  • Verwendung: Die Blüten lassen sich als Tee zubereiten und sie lassen sich auch wunderbar in einem leichten Teig frittieren. Die Beeren sind roh ungenießbar und müssen für den Verzehr auf jeden Fall gekocht werden.

Was ist Holunder?

Schon seit langer Zeit hat der Holunder eine mythologische Bedeutung. Die alten Germanen glaubten, dass im Holunderstrauch die Schutzgöttin Holda ihr Zuhause hat. Deswegen pflanzten sie den Holunder vor ihre Häuser und Scheunen. Holda sollte böse Zauberer und Hexen abwehren und Blitz und Feuer fernhalten.

Schon im alten Griechenland war der Holunder als Arzneipflanze bekannt. Hier aber mehr als harntreibendes Mittel, so wurde es von Hippokrates empfohlen. Erst im 18. Jahrhundert wurde der Holunder bei Erkrankungen der Atemwege und bei Fieber eingesetzt.

Der Holunder ist ein drei bis sieben Meter hoher Strauch, der zur Familie der Geißblattgewächse gehört. Zuhause ist er in Europa, in Asien und Nordafrika. Sein lateinischer Name lautet Sambucus Nigra. Aus den Blüten des Holunders, die sehr angenehm riechen, lässt sich zum Beispiel zusammen mit Zucker und Wasser Holunderblütensekt herstellen oder man kann sie in Pfannkuchenteig ausbacken. Aus den Beeren lässt sich Marmelade oder Sirup herstellen. Für die Herstellung des Tees werden getrocknete Holunderblüten verwendet, die von den Blütenständen abgelöst wurden.

Welche Wirkung hat der Holunderblütentee?

  • Die getrockneten Holunderblüten enthalten unter anderem Flavonoide, ätherische Öle und Chlorogensäure. Dadurch soll der Holunderblütentee angeblich schweißtreibend wirken und die Schleimproduktion in den Bronchien steigern.
  • Des Weiteren können die Blüten harntreibend und abführend wirken, so die Berichte von Konsumenten. Sie sollen außerdem Eigenschaften besitzen, die Viren abwehren zu können. Flavonoide sollen die Erkältungsviren an sich binden (das können sie im Übrigen auch mit Grippeviren) und verhindern dadurch angeblich (teils wissenschaftlich gesichert), dass sie in die Zellen eindringen können.
  • Außerdem sollen sie gemäß diverser Studien die Potential zum Stoppen der Vermehrung der Schnupfenviren haben. Das beste daran: Flavonoide sind wasserlöslich, das heißt, sie entfalten auch im Tee ihre volle Wirkung.
  • Die Beeren des Holunders enthalten unter anderem Gerbstoffe, Anthocyane und Triterperne. Zudem sind sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Die Beeren dürfen auf keinen Fall roh gegessen werden, da sie Übelkeit, Erbrechen und schweren Durchfall auslösen können.

Die richtige Zubereitung von Holunderblütentee gegen Erkältung

Holunderblüten können Sie in der Apotheke kaufen oder auch im Sommer frisch pflücken und diese dann trocknen lassen.

Wenn sie unter einer Erkältung leidern, dann bereiten Sie sich Ihren Holunderblütentee am besten folgendermaßen zu (das Rezept ist für eine Tasse):

Zwei Teelöffel Holunderblüten ohne Stiele mit 150 ml heißen Wasser übergießen und für ca. 10 Minuten ziehen lassen. Von Vorteil ist es, wenn Sie mehrmals am Tag eine Tasse trinken, da bei einem grippalen Infekt die Flüssigkeitszufuhr von Bedeutung ist, um die Erreger auszuschwemmen.

Möchten Sie den Holunderblütentee als Schwitztee gegen Fieber anwenden, dann sollten Sie den Tee ungesüßt trinken, wenn er noch sehr warm ist. Allerdings sollte er durchaus Trinktemperatur haben, da sonst vielleicht die Gefahr besteht, dass Sie sich Zunge und Rachen verbrühen. Wenn Sie den Tee vorbeugend trinken wollen und gleichzeitig Ihre Abwehrkräfte damit stärken möchten, dann sollten Sie noch Tannenhonig hinzu geben. Der Tee kann auch wunderbar bei einer Basenkur getrunken werden, da er unter anderem auch blutreinigend und entwässernd wirken soll, was teils wissenschaftlich gesichert ist.

Holunderbeerenextrakt könnte man empfehlen, wenn Sie merken, dass eine „Grippe“ im Anzug ist. Die in ihnen enthaltenen Pflanzenfarbstoffe haben angeblich das Potential, viele Schnupfenviren blockieren zu können und deren Vermehrung zu verhindern. Das Gleiche gilt für Holunderbeerensaft.

Rezeptanleitungen zur Herstellung von Holunderblütentee

Frank Meyer

Frank Meyer

Frank Meyer ist freiberuflicher Redakteur der Themenbereiche Medizin und Gesundheit. Er recherchiert und schreibt schon viele Jahre regelmäßig für Online Magazine, Zeitungen und auch Blogs.