Kamillentee gegen Erkältung – Wirkung und Zubereitung

Die Kamille ist eine der beliebtesten Heilpflanzen in Europa und das ganz zu Recht. Sie tut nicht nur gut bei Erkältungsbeschwerden, sondern wirkt auch wohltuend bei Bauchschmerzen. Zudem soll sie entzündungshemmend sein, entspannend und beruhigend wirken. Das liegt an den in der Kamille enthaltenen Substanzen.

Fakten zur Kamille

  • Inhaltsstoffe/Wirkstoffe: ätherische Öle, Flavonoide, Cumarine und Lipide, Phenolcarbonsäuren, Schleimstoffe und Polysaccharide
  • Wirkung: Die Kamille soll beruhigend, antiseptisch, entkrampfend, entzündungshemmend, krampflösend und harntreibend wirken. Auch soll sich die Milchproduktion stillender Mütter verbessern.
  • Verwendung: Kamille wird gerne als Tee getrunken, kann aber auch gut inhaliert werden und eignet sich als Gesichtswasser.

Hintergrundinformationen zur Kamille

Die Kamille, auch Mutterkraut genannt, gehört zur Familie der Korbblütler. Sie wächst in Süd- und Osteuropa, im Nahen Osten und natürlich auch bei uns. Als Standort bevorzugt die echte Kamille Weg- und Ackerränder. Ihr Blütenköpfchen ist goldgelb, die Blütenblätter sind weiß. Sie hat einen hohen Blütenboden und den charakteristischen Geruch der Kamille. Sie blüht von Mai bis September. Wenn Sie die Kamille selbst sammeln möchten, dann sollten Sie darauf achten, dass Sie auch die richtige erwischen.

Der Blütenboden der echten Kamille ist hohl, und wenn Sie die Pflanze zerreiben, dann entfaltet sie ihren charakteristischen Duft. Viele Bauern rücken der Kamille mit Unkrautvernichtungsmitteln zu Leibe. Deswegen sollten Sie darauf achten, nicht an gespritzten Feldern zu sammeln. Am besten eignen sich hier abgelegene Stellen. Sie können die Kamille aber auch in Ihrem Garten anbauen. Sammeln Sie nur die Blütenköpfe. Kamille, die am Johannistag gepflückt wird, soll besonders hohe Heilkräfte entfalten.

Die gesammelten Blütenköpfchen sollten bei gleichmäßig warmer Temperatur getrocknet werden (21 Grad bis 27 Grad) und in einem lichtgeschützten Gefäß aufbewahrt werden. In der Antike wurde die Kamille gegen Blähungen eingesetzt, ab dem Mittelalter dann auch bei grippalen Infekten. Das Heilkraut wird heute großflächig angebaut. Aus den Blüten wird ätherisches Öl gewonnen oder sie werden direkt zu medizinischen Zwecken eingesetzt.

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Für was hilft Kamillentee?

Die Kamille enthält das ätherische Kamillenöl, das sehr reich am Isomer der ß-trans-Farnesen ist. Außerdem sind unter anderem noch Flavonoide, Cumarine und Lipide enthalten. Bei einer Erkältung soll durch den Kamillentee das Immunsystem aktiviert werden. So sollen die Entzündungen in den Atemwegen gelindert werden. Zudem scheint die Kamille antibakteriell und entzündungshemmend zu wirken. Besonders zu empfehlen ist Kamillentee, wenn die Bronchien betroffen sind. Auch bei Husten soll der Tee sehr gut wirken.

  • Kamille soll wirksam sein bei jeglicher Art der Atemwegserkrankung, sei es Schnupfen mit Halsschmerzen oder Angina und Nasennebenhöhlenentzündung.
  • Wenn Sie unter Halsschmerzen leiden, können Sie den Kamillentee auch gurgeln. Hier sollen die antiseptischen und beruhigenden Eigenschaften der Kamille zum Einsatz kommen.
  • Sind die Nasennebenhöhlen vom grippalen Infekt betroffen, kann dagegen eine Inhalationskur mit Kamille helfen. Hier kochen Sie einen sehr starken Kamillentee in einer Schüssel oder in einem Topf und inhalieren den Dampf 10-15 Minuten mit einem Handtuch über dem Kopf ein.
  • Auch bei einer Magen-Darm Grippe kann Kamillentee angewendet werden. Da die Kamille antiseptisch wirken soll, wird sie den Erregern in den Verdauungsorganen das Leben sehr schwer machen. Kamille besitzt harntreibende Eigenschaften, dadurch soll sie den Körper bei der Entgiftung unterstützen.
  • Wenn Sie unter Schlaflosigkeit oder leichter Nervosität leiden, dann sollten Sie eine Tasse Kamillentee vor dem Schlafengehen trinken. Kamille wirkt nämlich auch beruhigend und entspannend.
  • Bei Menstruationsbeschwerden scheint die entkrampfende Wirkung von Kamillentee eine Hilfe zu sein.
  • Stillende Mütter können den Tee trinken, um die Milchproduktion zu unterstützen, am besten in Kombination mit Anis. Als Alternative bietet sich noch die heiße Zitrone oder der Fencheltee gegen Erkältung an.

Warum sollte man Kamillentee trinken?

Die Kamille hat eine Menge zu bieten, wie Sie bereits gelesen haben. Weitere Gründe, die dafür sprechen, öfter mal zu einer Tasse Kamillentee zu greifen, erfahren Sie im folgenden Video.

Die richtige Zubereitung von Kamillentee bei Erkältung

Damit der Kamillentee bei der Erkältung seine volle Wirkung entfalten kann, sollte das Gebräu folgendermaßen zubereitet werden:

  • Zwei Teelöffel getrocknete Kamillen mit circa 250 ml (eine Tasse) heißem (nicht kochendem) Wasser überbrühen.
  • Fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Sie sollten drei bis vier Tassen am Tag trinken.

Wenn Sie Teebeutel verwenden, nehmen Sie für eine Tasse lieber zwei davon. Süßen Sie vorzugsweise mit Honig statt mit Zucker. Denn auch Honig wirkt angeblich antibakteriell. Besonders bei Husten sind Honig und Kamillentee eine ideale Kombination.

Menschen, die unter einer Allergie gegen Korbblütler leiden, sollten die Kamille besser nicht anwenden oder vorher Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

Ist Kamillentee gut für die Haut?

Die Haut kann von der entzündungshemmenden Wirkung des Kamillentees profitieren.

  • Ein Kamillenteedampfbad fürs Gesicht beruhigt die Haut und kann das Hautbild bei Hautunreinheiten verbessern.
  • Außerdem sollen die in der Kamille enthaltenen Antioxidantien die Haut vor negativen äußeren Einflüssen schützen und als natürliches Anti-Aging-Mittel wirken.
  • Wer zu Hautunreinheiten neigt und öfter Probleme mit kleinen Pickeln hat kann zusätzlich Gesichtswasser mit Kamillentee anwenden. Dieses lässt sich auch einfach selbst herstellen.

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